Historischer Hintergrund - Wimpfener Stauferfest 2008
Heinrich (VII.), der tragische Stauferkönig
„Kein deutscher König hat so oft und so lange in Wimpfen geweilt wie der Staufer Heinrich(VII.), so dass die Stadt (in dieser Periode) geradezu als einer der Regierungsmittelpunkte gelten kann“ (G. Haberhauer).
Im Spannungsfeld zwischen der europäischen Großmachtpolitik seines Vaters Friedrich II. und den partikularistischen Interessen der deutschen Fürsten versprach sich Heinrich Machtzuwachs und Bundesgenossen durch die aufblühenden Städte. Wimpfen, strategisch besonders günstig an der Straße zwischen Worms und Würzburg und der alten Römerbrücke über den Neckar gelegen, war ihm deshalb wohl besonders wichtig. 1223 schenkte Heinrich(VII.) seinen Wimpfenern „um ihrer treuen Dienste willen“ den Wollenberger Forst und beschleunigte so den Auf- und Ausbau der Stadt durch das wertvolle Bauholz aus dem Forst. Sieben mal kommt er danach in die Wimpfener Pfalz, überzeugt sich während seiner Hoftage vom Baufortschritt.
Beim 9. Besuch seit 1223, im Mai 1233, schenkte er dem wahrscheinlich 1228 gegründeten Spital zu dessen finanziellen Sicherung das Patronatsrecht über die Kirche in Flein bei Heilbronn und damit auch die Einkünfte. Er lässt diese Schenkung am 4. Juni in Esslingen vor vielen Zeugen aus der süddeutschen Hocharistokratie beurkunden.

Auszugsweise Übersetzung der lateinischen Originalurkunde vom 04. Juni 1233


